: Dr. Michael Dykta (2.v.r.) mit Team. (©  Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren)

: Dr. Michael Dykta (2.v.r.) mit Team.
(Bildquelle: Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren)

Dr. Michael Dykta neuer Chefarzt für Allgemeinchirugie in Füssen

Neuer Chefarzt für Allgemeinchirurgie Dr. Michael Dykta verantwortet seit 1. Februar 2024 die neu eröffnete Allgemein-, Viszeral- und Adipositaschirurgie in der Klinik Füssen. Sein Behandlungsspektrum umfasst die Bauchchirurgie, Eingriffe an Hals und Brust, Bauchraumverletzungen sowie Enddarm- und Afteroperationen. „Die Eingriffe nehmen wir wenn möglich mit der so genannten Schlüssellochtechnik vor“, betont Dykta.

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Dadurch könne die Wunde schneller heilen und das OP-Trauma gering gehalten werden. „Auch postoperative Komplikationen treten seltener auf“, so der neue Chefarzt. Durch kleinste Hautschnitte werde eine Kamera und die benötigten Instrumente an die zu operierende Stelle gebracht“, erläutert Dykta. „Mit dieser Laparoskopie können wir zahlreiche Eingriffe durchführen, etwa am Blinddarm oder der Gallenblase.“

Ein weiteres Spezialgebiet Dyktas ist die so genannte Adipositaschirurgie, also die operative Veränderung des Magen-Darm-Traktes. „Die bekannteste Form davon ist der Magenbypass“, führt der Füssener Chefarzt aus, der über Jahre das Adipositaszentrum in Hof leitete. „Bei diesem Eingriff wird der Magen geteilt. Es entstehen eine kleine Magentasche sowie ein größerer, aus der Nahrungspassage ausgeschalteter Restmagen.“ Es gebe jedoch noch weitere Möglichkeiten, das Sättigungsgefühl oder die Nahrungsverwertung operativ zu beeinflussen, so Dykta weiter. Adipositas ist heute als Krankheit anerkannt, da es bei starkem Übergewicht häufig zu relevanten Folgeerkrankungen, wie Diabetes, Gelenkverschleiß oder Bluthochdruck kommt und den damit verbundenen Einschränkungen der Lebensqualität und Lebenszeit.

Da die Erfolge von Diäten und konservativen Therapieprogrammen laut Dykta oft weder ausreichend noch langanhaltend sind, kann die Adipositaschirurgie meist mit qualitativ hochwertiger Struktur und geringem Komplikationspotenzial die mit Abstand besten Ergebnisse für diese Patienten anbieten. „Nach einer minimalinvasiven Operation verlassen die Patienten in der Regel schon nach drei Tagen wieder das Krankenhaus“, führt der Chefarzt aus.

Die in den anschließenden Monaten auftretende Gewichtsreduktion führe nicht nur zu einer deutlich verbesserten Beweglichkeit und damit einhergehender verbesserter Lebensqualität, sagt Dykta. „Auch die Zuckerkrankheit und der Bluthochdruck sind dann häufig weg oder zumindest deutlich verbessert.“

Andreas Kutschker, der Vorstand der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren, ist überzeugt, mit Dr. Michael Dykta eine wichtige Lücke in der medizinischen Versorgung der Region zu schließen. „Da das Körpergewicht gerade auch der jungen Menschen in den Industrienationen in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich ansteigt, ist das Thema von wachsender Bedeutung.“ Auch innerhalb des Klinikverbunds gibt es laut Kutschker viele Anknüpfungspunkte, etwa zur Diabetologie am Klinikum Kaufbeuren. „Wir wollen nun gemeinsam zum Thema Adipositas aufklären und die Öffentlichkeit dafür sensibilisieren“, betont Kutschker abschließend.

 

Newsdatum: Donnerstag, 15. Februar 2024

 
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