Asbest im Wasser - Wie gefährlich ist das? (© pixabay.com)

Asbest im Wasser - Wie gefährlich ist das?
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Asbest im Wasser - Wie gefährlich ist das?

Jahrzehntelang als "Wunderfaser" betitelt, ist die mineralische Naturfaser mittlerweile verboten. Die Festigkeit, die Widerstandsfähigkeit gegenüber Feuer und Säure sowie die sehr guten Dämmeigenschaften machten Asbest zu einem vielseitig einsetzbaren Stoff. Zu spät wurden die enormen gesundheitlichen Gefahren entdeckt, sodass auch heute noch Vorsicht geboten ist. Denn Asbest ist vor allem in sehr alten Gebäuden noch immer vorhanden - etwa in Form von Asbestzement für Wasserrohrleitungen.

Die Gefahr blieb lange unentdeckt
Die Geschichte der Naturfaser ist eine lange und reicht mindestens bis ins 3. Jahrhundert v. Chr. zurück. Angeblich bestand der Docht der ewigen Flamme auf der Akropolis aus diesem Material. Gesichert ist dagegen, dass am Anfang des 19. Jahrhunderts die Kleidung für Feuerwehrleute aus der Faser hergestellt wurde. Im 20. Jahrhundert erlangte Asbest den Ruf als Allzweckwaffe. Faserzement für Rohre, Gehäuse für elektrische Geräte, in Zahnpasta und vor allem als Dämmstoff in Gebäuden - nahezu überall fand Asbest einen passenden Verwendungszweck. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden erste Krankheiten mit dem Stoff in Verbindung gebracht. 1970 wurde sie in Deutschland als krebserregend eingestuft und erst 1993 offiziell verboten. 

Asbest im Wasser
Auch wenn die Gefahr minimal ist; noch heute befindet sich in einigen Fällen Asbest im Trinkwasser. Wer also auf Nummer sicher gehen möchte, sollte mithilfe eines speziellen Tests überprüfen, ob sich Asbest im Wasser nachweisen lässt. Das ist eigentlich nur in sehr alten Gebäuden möglich. Vor allem in den 50er und 60er Jahren wurden Asbestzementrohre zur Bereitstellung von Wasser eingesetzt. Nehmen diese Schäden zu, besteht die Gefahr einer erhöhten Konzentration. Offiziell schätzen Experten das Risiko einer Erkrankung als extrem gering ein. Asbest ist vor allem dann gefährlich, wenn es in die Lunge gelangt. Die verhältnismäßig geringen Mengen werden allerdings nicht eingeatmet, sondern gelangen stattdessen in den Magen und den Darm und werden später wieder ausgeschieden. Sowohl die Weltgesundheitsorganisation WHO als auch das deutsche Bundesgesundheitsamt beschreiben Asbest im Trinkwasser daher als unbedenklich. 

Sicher testen
Auch wenn es von offizieller Seite Entwarnung gibt, besteht natürlich die Möglichkeit, die sichere Variante zu wählen und das Wasser auf Asbest zu testen. Das erfordert weder viel Arbeit noch finanzielle Mittel. Wichtig ist hier lediglich, sich an professionelle Anbieter mit entsprechenden Laboren und Möglichkeiten zu wenden. Moderne Analysemethoden erkennen Asbest auch in äußerst geringen Konzentrationen. Die Tests funktionieren selbstverständlich auch mit anderen Materialien, etwa mit Hausstaub oder an festen Stoffen wie Mörtel, Dachpappe oder Farbe. Eine Überprüfung ergibt insbesondere dann Sinn, wenn sie vor Renovierungs- oder Bauarbeiten passieren, um bei positivem Befund die Materialien sicher zu entsorgen. Für einen Test benötigen Interessierte in der Regel lediglich ein Testkit, das nach der Probeentnahme wieder zurück ans Labor geht. Die Ergebnisse stehen üblicherweise in wenigen Tagen zur Verfügung.

Fazit
Bei Häusern, die nach 1995 erbaut wurden, können Asbestvorkommen grundsätzlich ausgeschlossen werden. Selbst wenn einige Rohre noch aus dem krebserregenden Stoff bestehen, ist die Gefahr einer Erkrankung laut offiziellen Angaben nahezu null. Dank moderner Analysemethoden besteht jedoch die Möglichkeit, auch geringe Mengen Asbest nachzuweisen und unter Umständen Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Newsdatum: Freitag, 26. Januar 2024

 
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