Noch bis Jahresende werden Ausbildungsverträge noch aufgesetzt (© Pixabay)

Noch bis Jahresende werden Ausbildungsverträge noch aufgesetzt
(Bildquelle: Pixabay)

Allgäuer Ausbildungsmarkt: Hier sind noch Stellen frei

Es ist die erste Schulwoche nach den Sommerferien für die Kinder und Jugendlichen. Die Auszubildenden in der Region sind schon länger dabei. Genau vor zwei Wochen war offizieller Ausbildungsstart und noch immer sind viele, viele Stellen im Allgäu offen. Wo freie Stellen zu finden sind, hat Marie-Christine Lehr von der Berufsberatung Kempten AllgäuHIT geschildert.

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AllgäuHIT: In welchen Bereichen haben wir noch offene Stellen im Allgäu?

Marie-Christine Lehr: Man kann eigentlich gar nicht sagen, dass es nur ein paar Bereiche sind. Durch die Bank weg betrifft es sehr viele Branchen. Im Einzelhandel, inklusive des Lebensmittelhandels also zum Beispiel die Bäckereien, haben wir aktuell noch 412 offene, unbesetzte Stellen frei. In Büroberufen sind es 78. Im medizinischen Bereich, also die zahnmedizinischen, die medizinischen Fachangestellten sind es zum einen noch 77. Bei der Zahnmedizin und in andere Praxen noch 32. In der Gastronomie sind es über 70 offene Stellen. Die Maurer suchen noch händeringend, da haben wir noch 66 offene Ausbildungsstellen. Aber auch in der Industrie, bei den Industriemechaniker, auch die großen Unternehmen suchen noch, da sind über 60 offene Stellen. Im Lager sind es 58 Stellen. Und auch in den Hotels sind es noch 57 offene, unbesetzte Ausbildungsstellen.

AllgäuHIT: So gut wie jeder sucht also immer noch. Wenn diese Stellen nicht besetzt werden, droht vielen sicherlich das Aus, oder?

Marie-Christine Lehr: So weit will ich gar nicht greifen, dass es das Aus für die Betriebe bedeutet, aber das ist ein dramatischer Einschnitt. Die Betriebe rechnen mit den Auszubildenden, sie wollen immer noch ausbilden, gerade im Allgäu setzen die Betriebe ganz stark auf die Ausbildung, was für die Jugendlichen toll ist. Und logisch, wenn keine Jugendlichen gefunden werden, dann ist es für die Betriebe hart.

AllgäuHIT: Offizieller Ausbildungsstart war vor zwei Wochen. Interessierte haben aber ja immer noch die Möglichkeit sich zu bewerben, also haben die Unternehmen noch eine Chance auf Nachwuchs. Was bedeutet das für Sie von der Berufsberatung?

Marie-Christine Lehr: Jetzt, seit Anfang September, sind wir in der sogenannten fünften Jahreszeit. Das ist die Zeit der Nachvermittlung. Gerade in dieser Phase, die bis Jahresende geht, bemühen sich die Betriebe ganz aktiv zu werden. Sie gehen nochmal in die Werbung, schalten Anzeigen auf allen Kanälen, und wir von der Berufsberatung hängen uns noch einmal richtig rein für die Jugendlichen, die bei uns noch gemeldet sind und die eben ganz akut für dieses Jahr noch was suchen. Es gibt sogar noch am 8. Oktober noch zwei Ausbildungsmessen, in Memmingen und Sonthofen. Da präsentieren sich auch Unternehmen, die noch was offen haben. Bei ganz vielen Jugendlichen ist es ja auch so, dass der Hauptberufswunsch nicht immer deckungsgleich ist mit den Stellen, die offen sind. Da gehen wir seitens der Berufsberatung ganz aktiv in die Beratung, denn oft gibt es Alternativberufe, die dem Wunsch sehr ähnlich sind, aber sich oft in Nischen befinden, wo die Betriebe sehr dankbar sind, wenn sich Jugendliche dafür noch finden.

Die Berufsberatung sowie die Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen bleiben die erste Anlaufstelle für einen neuen Ausbildungsplatz. Alle Infos gibt’s im Netz.

Der Radio-Programmbeitrag zum Nachhören:

Newsdatum: Donnerstag, 15. September 2022

 
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