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 V.l. Staatsminister Hubert Aiwanger, Ralf Olmesdahl, Alexander Sollfrank, Richard Drexl und  Bernhard Pohl. (© Ingrid Zasche)

V.l. Staatsminister Hubert Aiwanger, Ralf Olmesdahl, Alexander Sollfrank, Richard Drexl und Bernhard Pohl.
(Bildquelle: Ingrid Zasche)

Soldatenbund: Bernhard Pohl zum Vizepräsidenten gewählt

Der Bayerische Soldatenbund (BSB), ein Traditionsverband mit über 60.000 Mitgliedern hat bei seiner Landesversammlung am vergangenen Samstag in Deggendorf ein neues Präsidium gewählt. Präsident Richard Drexl, ehemaliger Kommandeur der Technischen Schule der Luftwaffe in Kaufbeuren, wurde in seinem Amt bestätigt.

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Als Vizepräsidenten wurden Bernhard Pohl (Kaufbeuren), Horst Embacher (Neunkirchen) und Ralf Olmesdahl (Adelsdorf) mit jeweils 99,6 % gewählt. Bernhard Pohl, seit September 2021 auch Bezirksvorsitzender des Bayerischen Soldatenbund in Schwaben, freut sich über den überwältigenden Vertrauensbeweis: „Es ist nicht selbstverständlich, von 260 Delegierten aus ganz Bayern einen derartigen Vertrauensvorschuss zu erhalten. Ich gehöre dem Präsidium als Bezirksvorsitzender schließlich erst seit einem dreiviertel Jahr an. Außerdem war ich weder Berufs- noch Zeitsoldat, sondern nur einfacher Wehrdienstleistender.

Die Bundeswehr lag mir allerdings schon immer besonders am Herzen. Deshalb habe ich mich für diese Ehrenämter auch gern zur Verfügung gestellt. Ich empfinde es als große Ehre, für diesen Traditionsverband als Vizepräsident künftig tätig sein zu dürfen.“ Bernhard Pohl, der seit 2008 für die FREIEN WÄHLER im Bayerischen Landtag sitzt, kümmert sich politisch als stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Sprecher seiner Fraktion für Fragen der Bundeswehr seit vielen Jahren um militärische Belange.

Er hat im Jahre 2011 im Zuge der Bundeswehrreform die Idee zur Privatisierung der Flugsicherungsausbildung in Kaufbeuren entwickelt und letztlich auch erfolgreich durchgesetzt. Heute wird diese Ausbildung in Kaufbeuren von der Tochter der Deutschen Flugsicherung, Kaufbeuren ATM Training GmbH (kurz: KAT) in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr durchgeführt. Dies war auch die Grundlage dafür, dass der Luftwaffenstandort trotz Schließungsbeschluss nie aufgegeben und jetzt auch förmlich wieder reaktiviert wurde. In den nächsten Jahren soll zusätzlich noch ein Sanitätsregiment und eine Feldjägereinheit nach Kaufbeuren kommen.

Pohl kündigt an, im Rahmen seiner künftigen Aufgabe eine Schnittstelle zwischen denTraditionsverbänden, die im BSB organisiert sind, und der Politik zu bilden. „Wir haben wichtige gesellschaftspolitische Themen, die wir breit zu diskutieren haben. Das ist die Frage der Neuaufstellung der Bundeswehr und der Verteidigungsbereitschaft der gesamten Bevölkerung, aber auch die Frage eines verpflichtenden Gemeinschaftsjahres für Männer und Frauen.

Ich kämpfe hierfür seit mehr als zehn Jahren. Nun müssen wir diese Debatte in die Breite der Gesellschaft tragen“, betont der Landtagsabgeordnete. Hinter diese Forderung stellten sich bei der Versammlung in Deggendorf auch der alte und neue Präsident Richard Drexl, sowie der Festredner der Veranstaltung, der stellvertretende Ministerpräsident des Freistaats Bayern, Hubert Aiwanger (FREIE WÄHLER). Generalleutnant Alexander Sollfrank bedankte sich beim BSB für die wertvolle Unterstützung der Streitkräfte.

Er hob hervor, dass die Truppe nun angesichts des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine vor ganz besonderen Herausforderungen steht. Drexl und Aiwanger fanden auch scharfe Worte gegenüber denjenigen, die sich für schärfere Waffengesetze starkmachen. Drexl betonte, es dürfe nicht das Ziel sein, die Zahl der legalen Waffenbesitzer zu reduzieren. Man habe in Deutschland, anders als in den USA, ein scharfes Waffenrecht, das auch funktioniert. Wenn es in diesem Bereich zu Straftaten kommt, dann betreffe das in der Regel Menschen ohne waffenrechtliche Erlaubnis.

Auch Wirtschaftsminister Aiwanger hob hervor, dass sowohl Jäger als auch Sportschützen sehr verantwortungsbewusst mit ihrer Waffe umgehen. In der Schweiz seien die Pflichten zur Aufbewahrung von Waffen weitaus weniger streng, allerdings gebe es anders als in Deutschland keine solch emotionalen Debatten. Jäger, Sportschützen und Reservisten, die über Waffen verfügen, hätten Respekt und Anerkennung statt gesellschaftlicher Kritik verdient. 

Newsdatum: Donnerstag, 23. Juni 2022

 
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